Mittwoch, 25. November 2009

Ausbeulungen und deren "Inhalt"




Freitag, 6. November 2009

Fundstück

Dieses Gedicht hab ich im Buch "Halloween" von SilverRavenwolf entdeckt.
Ich find´s unheimlich schön und aussagekräftig...

Besonders vermiss´ich dich an Samhain

Besonders vermiss´ich dich an Samhain,
wenn sich zwischen den Welten der Vorhang hebt.
Ich warte, bis sich der Schleier teilt
und am Jahresende mein Herz vor Freude bebt.
Holder Geist, der an diesem Abend
wandelt mitten unter uns geschwind,
hinter dem Sonnenuntergang sehe ich dein Gesicht
und hör´deine Stimme im Wind.

Dort im flackernden Kerzenschein
tanzen die Schatten an der Wand.
Jeden Augenblick erwarte ich
den Reisenden aus dem anderen Land.
Kommst du und verbringst die Nacht bei mir,
wenn weit sich öffnet das Tor?
Weiser Ahne, willkommen heiße ich dich,
toter Freund, sei bei mir wie zuvor.

Ich spür´deine heilige Gegenwart,
strecke meine Hand nach dir aus.
Einen Moment nur stehen wir vereint,
ganz nah in der Lebenden Haus.
Besonders vermiss´ich dich an Samhain,
wenn sich zwischen den Welten der Schleier hebt.
Bis zum Morgen teilen wir diese Nacht,
und bis zum nächsten Jahr meine Hoffnung lebt.

Autor: David O. Norris 1988

Freitag, 23. Oktober 2009

Ahnen


Seit längerer Zeit habe ich den Kontakt zu meiner Familie auf ein Minimum reduziert. Die kommen mit meiner naturreligiösen Lebensweise nicht klar und finden mich "komisch und schwierig". Ich fühlte mich bei ihnen nicht mehr wohl (Ausnahme: mein Opa)
Ich hatte sogar alle Fotos meiner Familie abgenommen und in einen Karton gepackt, weil ich einfach ihre Gesichter ´ne Weile nicht sehen wollte und konnte. Ich braucht Abstand!
Jetzt, wo ich weiß, wer ich bin und was ich tue, habe ich sie wieder hervorgeholt.
Sie haben erstmal im Regal ein Fach für sich bekommen. Später werden sie einen Platz an der Fotowand im Wohnzimmer bekommen, wo sie täglich "dabei sein" können. Als ich Fotos meiner Großeltern, Eltern, Urgroßeltern etc. angeschaut habe, kamen mir die Tränen und ich musste tüchtig weinen. Ein befreiendes Weinen...sie haben mir doch irgendwie gefehlt!!!
Es hatte was von nach Hause kommen, wieder komplett sein, Wurzeln spüren, Wärme und Geborgenheit. Mir fielen viele schöne Erlebnisse aus meiner Kindheit ein, Vieles, was meine Familie/Vorfahren mir alles beigebracht haben, mir sozusagen "geschenkt" und in mir als Spuren hinterlassen haben.
Das tat gut! Es hängt auch mit der Jahreszeit zusammen, dass ich diesen Punkt bearbeitet habe, in der dunklen Jahreshälfte blicke ich mehr nach innen, komme zur Ruhe, Erntezeit - was habe ich übers Jahr erlebt und gelernt und auch losgelassen...
Ist schon seltsam, was sich innen so alles tun kann...

Petra

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Bettenrücken

Eigentlich wollte ich´s nie wieder tun... Aber heute konnte ich nicht anders: ich habe unser Bett umgedreht! Es steht jetzt an der gegenüberliegenden Wand, so dass ich in Richtung Osten blicke, vorher war die Blickrichtung Westen(in den Sonnenuntergang). Das war eine gutüberlegte bewusste Entscheidung!!!
Ich habe zur Zeit das Gefühl, meine Gedanken schweifen zu oft gen Sonnenuntergang. Soll heissen: ich habe trübe Gedanken und sehe kein Licht am Ende des Tunnels.
Aus meiner "alten Feng Shui - Möbelrückzeit" kam mir die Idee, es mal wieder zu machen.
Sozusagen einen inneren Gedanken/Wunsch im "Aussen" sichtbar zu machen.
Blickrichtung Osten bedeutet für mich: da geht die Sonne auf, da fängt etwas Neues an, immer wieder neue Energie tanken, "Every cloud has a silver lining", Hoffnung, neue Perspektiven und Motivation, Mut Neues anzufangen...
Ich denke, das wird funktionnieren!
Die Entscheidung dazu ist gefallen, das ist das Wichtigste und durch´s Bettumschieben habe ich´s jeden Tag sichtbar vor Augen. Wie eine tägliche unbewusste Erinnerung und Motivation!
Yes - das war die Mühe wert, denn das olle Bett ist ziemlich schwer! (Für jeden Tag wär das also nix :)
Zur Belohnung gibt es heute Abend ein Gläßchen Rotwein bei Kerzenschein...

Petra

Freitag, 25. September 2009

13 Monde

Vollmonde finde ich schon lange sehr faszinierend.
Vor ca. zwei Jahren habe ich am Jul-Abend spät einen Nachtspaziergang gemacht. Es zog mich förmlich nach draußen in die Kälte. Nichts konnte mich inner Wohnung halten, ich musste raus! Es lag Schnee, die Temperaturen waren deutlich unter Null und es war Vollmond...
Die Nacht war fast taghell und alles und jeder warf einen deutlichen Schatten, mystisch war´s draußen.
Das hat irgendetwas in mir freigesetzt, sehr altes intuitives Wissen vielleicht?
Was es auch immer ist, das mich so fasziniert am Vollmond, seitdem beschäftige ich mich mit den 13 Vollmonden im Jahr.
Ich gebe jedem Vollmond einen besonderen Namen (z.B. im Mai: Erdbeermond oder den letzten im August nenne ich Rabenmond usw.)
Je nachdem, was mich gerade beschäftigt und um mich herum oder in mir drin geschieht (Tiere, Jahreszeiten, Inneres...)
Dadurch wurde mir mit der Zeit der Jahresablauf, die Umdrehungen des Jahresrades viel bewusster, viel deutlicher spürbar. Ich fühle mich dann irgendwie "mittendrin" in uralten Abläufen...
Bei Vollmond bin ich generell gerne draußen, aber am liebsten in der dunklen Jahreshälfte. Oft habe ich kleine Opfergaben dabei für gefundene Geschenke (Zweige, Blätter, Steine, etc.). Ich lege dann Vogelfutter, Apfelstücke und Nüsse unter Bäume oder Büsche als Dankeschön an Mutter Natur sozusagen. Das entspricht meinem Allerinnersten und fühlt sich richtig gut und seltsam vertraut an...
Und ich kanns einfach nicht lassen, bei jedem neuen Vollmond packt es mich wieder! (zugegeben, ich lasse mich ja ganz gerne dafür "packen"...)

Petra

Mittwoch, 23. September 2009

Beutezug






Vor einigen Tagen lud meine Kollegin mich zu einem Spaziergang durchs Kalletal ein. Sie wohnt dort und kennt sich in den umliegenden Wäldern gut aus.
Die Sonne schien, es war ein toller Herbsttag. Wir marschierten los mit Kamera und Drachen bewaffnet.
Es war wunderschön. Unterwegs machten wir ordentlich Beute. Wir sammelten Nüsse, Bucheckern, Hagebutten, Zweige, Beifuss...
Nach ca. 2 Stunden kamen wir bei einer Bank an und machten Pause - puh, das tat gut!
Erst da ist uns aufgefallen, dass wir überhaupt nix zu Trinken oder zu Essen mitgenommen hatten - ups- stöhn...
Der Onkel meiner Kollegin hatte in der Nähe einen Bauernhof mit verschiedenen Obstbäumen. Dort durften wir uns an Zwetschen- und Apfelbäumen "austoben". Die waren so lecker...mmmh. köstlich!
Ein paar steckten wir uns ein "für unterwegs".
An einer alten Windmühle machten wir die nächste Pause und gönnten uns den Rest unserer "Beute". Dort liessen wir den Drachen steigen, denn da oben auf dem Berg neben der Mühle war der Wind kräftig und frisch.
Nach insgesamt 4 Stunden kamen wir zu Hause an, ziemlich K.O. aber zufrieden.
Ein echt "lohnender Beutezug" in mehrerlei Hinsicht!

Petra

Herbst ´09



Jetzt legt er voll los - der Herbst. Unser Rasen vorm Haus ist gespickt mit Buchensamen und Blättern, sieht aus wie ein dicker gemütlicher Flauschteppich.
Die Blätter verfärben sich immer mehr und viele fallen schon zu Boden. In den letzten Tagen war´s morgens nebelig und seit ca. 4-5 Tagen fliegen Schwärme von Graugänsen übers Feld in Richtung Winterquartier.
Meinen Altar hab ich mit verschiedenen Fundsachen von Spaziergängen bestückt: Holunderbeeren, Hagebutten, Nüssen, Blättern, Sonnenblumenblütenblätter, Bucheckern u.s.w.
grüne Kerzen dazu, sieht Abends im Dunkeln bei Kerzenschein richtig gemütlich aus, dazu die übliche Kanne Tee... mmmh!